Wie viel Eigenkapital braucht ein Immobilieninvestor?
Kaufnebenkosten – Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Maklercourtage – liegen in Deutschland je nach Bundesland und Konstellation meist zwischen 7 und 12 Prozent des Kaufpreises. In der Praxis verlangen finanzierende Banken, dass diese Nebenkosten aus Eigenkapital gedeckt werden, da sie nicht wertbildend sind.
Darüber hinaus verbessert zusätzliches Eigenkapital über die Nebenkosten hinaus in der Regel die Finanzierungskonditionen: Ein niedrigerer Beleihungsauslauf führt häufig zu einem günstigeren Zinssatz und reduziert den monatlichen Kapitaldienst – was sich unmittelbar auf den Cashflow auswirkt.
Neben dem reinen Kaufpreis sollte eine Liquiditätsreserve für Instandhaltung, temporären Leerstand oder unerwartete Kosten eingeplant werden. Wer diese Reserve nicht vorhält, gerät bei Mietausfall oder größeren Reparaturen schnell unter Druck.
Als grobe Richtgröße kalkulieren viele Investoren mit mindestens 20 bis 25 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital – Nebenkosten und Liquiditätsreserve eingeschlossen. Die tatsächlich sinnvolle Höhe hängt jedoch immer vom Objekt, der gewählten Strategie und der individuellen Risikotragfähigkeit ab.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Einordnung und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Finanzierungsberatung.
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