Welche Mietrendite sollte eine Immobilie erzielen?
Die Bruttomietrendite ist meist die erste Zahl, die bei einer Investmentimmobilie genannt wird – Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis. Sie ist einfach zu berechnen, aber allein wenig aussagekräftig, weil sie weder laufende Kosten noch Finanzierung berücksichtigt.
Aussagekräftiger ist die Nettomietrendite: Sie zieht nicht umlagefähige Kosten wie Verwaltung, Instandhaltungsrücklage und Mietausfallwagnis von der Jahreskaltmiete ab, bevor sie ins Verhältnis zum Kaufpreis gesetzt wird. Je nach Objekt und Lage liegt dieser Abschlag häufig zwischen 15 und 25 Prozent der Bruttomiete.
Was am Ende zählt, ist der Cashflow nach Finanzierung – also das, was nach Zins und Tilgung monatlich übrig bleibt oder zusätzlich aufgebracht werden muss. Eine hohe Bruttorendite mit ungünstiger Finanzierung kann wirtschaftlich schwächer sein als eine moderate Rendite mit solider Kapitalstruktur.
Als grobe Orientierung gilt: Wohnimmobilien in gefragten Lagen erzielen häufig Bruttorenditen zwischen 3 und 5 Prozent, in B- und C-Lagen oder bei Value-Add-Objekten auch deutlich mehr. Entscheidend ist jedoch nie die isolierte Zahl, sondern das Zusammenspiel aus Lage, Rendite, Finanzierung und Substanz – wofür der IMVARIS Score als zusammenfassende Kennzahl dient.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Einordnung und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Finanzierungsberatung.
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